Der US-Vizepräsident Joe Biden bestätigt: „ISIS ist im Wesentlichen ein Kind der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, die in Syrien einen Bürgerkrieg gegen die Regierung von Präsident Bashar al-Assad geschürt haben.“

In Bezug auf die Türkei, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sagte Biden: “Sie waren so entschlossen, Assad zu stürzen und einen sunnitisch-schiitischen Krieg zu führen, – was also taten sie? Sie schütteten jeden, der gegen Assad kämpfen wollte, mit Hunderten Millionen Dollar und Dutzenden, ja, Tausenden Tonnen Waffen zu. Allerdings belieferten sie auch Leute von al-Nusra und al-Qaida und die extremistischen Elemente der Dschihadisten aus allen Teilen der Welt.“

“Sie glauben ich übertreibe?” fuhr er fort, um diesen Punkt zu betonen: “Schauen Sie hin! Wohin ging das alles?“ Biden behauptete, die USA hätten es abgelehnt, alle diese al-Qaida-Gruppen und auch ISIS zu bewaffnen. „Aber wir konnten unsere Kollegen nicht davon überzeugen, sie nicht mehr zu beliefern.“

Quelle: SOTT.Net

Joseph Bidens Rede in der Harvard University

Woher nun diese plötzliche Einsicht und das Bekenntnis?

Im Oktober 2012 betone Joseph Biden noch die gemeinsame Arbeit mit den verbündeten Golfstaaten um den „identifizierten“ Rebellen zu HELFEN!

(siehe ab 1:35 im Bericht von RT)

Zu diesem Zeitpunkt wurde hervorgehoben, dass die USA ihre Alliierten und die moderaten Rebellen koordinieren, um das syrische „Regime“ zu stürzen. Und nun sollen also die Golfstaaten alleine an diesem Desaster Schuld sein?

„Die Geister die ich rief, werd ich nicht mehr los.“
Goethes Zauberlehrling

Herr Biden mag in der Harvard University einen plötzlichen Hang zu Wahrheit gehabt haben, doch hat die amerikanische Außenpolitik schon lange jegliche Legitimität verloren. Eine Regierung in Besitz der mächtigsten Geheimdienste war zu 100% davon informiert, was für „moderate“ Kräfte man im Pulverfass des Nahen Osten unterstützt.

Um den geopolitisch getriebenen Umsturz von Bashar Al-Assad, dem Vertreter der syrischen Regierung, voranzutreiben ist den US-Amerikanischen Interessengruppen, also der militärisch industrielle Komplex, jedes Mittel Recht.
Im Vordergrund stehen hier wie so oft die Ölquellen und deren zugehörigen Pipelines. Das von dem IS erbeutete und geförderte Öl wird zurzeit zum größten Teil über die türkische Grenzen in den Handel eingeführt – Öl, welches auf Kosten Tausender unschuldiger Leben gefördert wurde.

So bestätigt auch der politische Analyst Gearoid O’Colmain, dass die USA völlige Kenntnis davon besaßen, was für extremistische Salafisten und Wahabiten sie dort finanzieren, ausrüsten und ausbilden.
Auch wir berichten schon seit Monaten über den IS (bzw. ISIS) im Zusammenhang mit den USA und den Golfstaaten. Was wir und viele andere alternative Medien bereits mit vielen Hinweisen belegten, wird nun vom US-Amerikanischen Vizeminister selbst bestätigt.

„Die wahren Terroristen sitzen im US-Parlament.“

Die gesamte westliche Außenpolitik im Nahen Osten ist ein einziger Massenmord. Seit der völkerrechtswidrigen Invasion des Iraks im Jahre 2003 wurden mehrere Hunderttausend Menschen ermordet, ganze Städte zerstört und Ländereien mit Uranmunition verseucht.

Der „Krieg gegen ISIS“, Amerikas früherem Verbündeten gegen das Assad-Regime, ist nur die jüngste Episode in der Intervention des US-Imperialismus im Nahen Osten. Ihr Ziel ist nicht Freiheit oder Demokratie oder der „Kampf gegen den Terrorismus“, sondern die Vorherrschaft in der ölreichen Region und die Vorbereitung neuer, noch blutigerer Kriege gegen den Iran und gegen die Hauptziele Washingtons: Russland und China.