Autor: Katrin McClean

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat am vergangenen Wochenende eine Rede gehalten, die nichts anderes ausdrückt als das Ziel der „ethnischen Säuberung“.

Poroschenko: „Unsere Rentner und Kinder werden Sozialschutz bekommen, die [Bürger der Ostukraine] nicht. […]Unsere Kinder werden in Schulen und Kitas gehen, ihre Kinder werden in Kellern hocken. […] So werden wir den Krieg gewinnen.“

Das sind Androhungen, die nun endgültig an die antisemitische Verfolgung im dritten Reich erinnern. Und sie werden bereits in die Tat umgesetzt. Heute hat Poroschenko Krankenhäuser und Schulen in der Ostukraine schließen lassen.

Alle Behörden wurden geschlossen. Die militärischen Auseinandersetzungen gehen weiter. In manchen Gebieten ist bereits über die Hälfte der Zivilbevölkerung geflohen.

Und wie berichten unsere Medien darüber?

„Poroschenko warnt vor Krieg mit Russland“
Poroschenko habe keine Angst vor Krieg mit Russland… „Er wolle zwar nichts anderes als Frieden, müsse sich aber auch auf die schlimmsten Szenarien vorbereiten.“

Kein einziger unserer Medienschlauköpfe scheint sich daran zu erinnern, dass auch Hitler antisemitische „Säuberungen“ zum „Schutz“ der deutschen Bevölkerung durchführen ließ.

Wo bleiben die Sanktionen, wo das entschiedene Auftreten gegen nationalistische Gewalt, wie sie doch offener gar nicht zutage treten kann? Statt dessen Verständnis für und Nachsicht mit Poroschenko, wohin man auch liest.

Etwa zur selben Zeit, als Poroschenko seine furchtbare Rede gehalten hat, haben sich Angela Merkel und Wladimir Putin mehrere Stunden unterhalten. Da hätte man hoffen können, dass Wladimir Putin unsere Kanzlerin davon überzeugen konnte, ihre Position gegenüber Kiew noch einmal zu überdenken.

Allerdings lassen ihre ersten Reaktionen auf dieses Gespräch wenig Hoffnung. Putin sei im alten Denken verhaftet, räsonierte sie. Angela Merkel ist altem Denken offenbar nicht verhaftet, sondern nimmt es gerade wieder an. Zumindest scheint ihr der Kampf gegen „Untermenschen“ keine großen Sorgen zu bereiten.

Wir sind alarmiert und zutiefst empört!

Wenn die deutsche Regierung hier nicht gegensteuert und harte Sanktionen verhängt, wenn sie stattdessen die Kiewer Regierung weiterhin mit wirtschaftlicher Hilfe, politischem und militärischem Beistand unterstützt, dann ist sie an dem Völkerverbrechen, welche Poroschenkos Regierung derzeit begeht, ganz klar mitschuldig.

Und auch unsere Medien sollten sich in diesen Tagen überlegen, wie sie ihr Gesicht der Bevölkerung gegenüber noch wahren können.